Die Kreutzer-Sonate und die Macht der Musik

25Okt12

Einen literarischen Kammermusikabend boten Hermann Beil und das Merlin Ensemble Wien mit der faszinierenden Inspirationskette der „Kreutzersonate(n)“. Eröffnet wurde der Abend von Till Alexander Körber (Klavier) und Martin Walch (Violine) mit dem ersten Satz aus Beethovens „Kreutzersonate“ für Klavier und Violine, benannt nach dem Geiger Rodolphe Kreutzer und Grundlage für Lew Tolstois gleichnamige Novelle – ein tödliches Eifersuchtsdrama, ausgelöst durch den Eröffnungssatz. Tolstois Erzählung wiederum inspirierte Leoš Janáček zu seinem erstem Streichquartett „Kreutzersonate“, das in der Klaviertrio-Fassung von Landeskulturpreisträger Till Alexander Körber zu hören war (Cello: Luis Zorita). Körber überzeugte mit seiner Rekonstruktion und Begeisterung am Klavier. Zwischen den Sätzen rezitierte Hermann Beil Tolstoi und beeindruckte mit klarer, feiner Sprache, die dennoch nicht restlos fesseln konnte. Im Finalsatz setzten die Musiker einen fulminanten Abschluss unter den zwar nicht durchgängig stimmigen, aber dennoch feinen Musikabend rund um die Macht der Musik.

Veröffentlicht: OÖNachrichten Kultur – 25.10.2012

Werbeanzeigen


No Responses Yet to “Die Kreutzer-Sonate und die Macht der Musik”

  1. Schreibe einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: