5000 Euro für Ute Bock

10Mrz11

Ute Bock: Symbol für den menschlichen Umgang mit AsylwerberInnnen

Das Welser ‚Soundtheatre‚ platzte gestern aus allen Nähten, viele der rund 400 Besucherinnen und Besucher mussten sich mit einem Stehplatz begnügen – aber alle wollten Ute Bock live erleben.

Im Anschluss an den Film ‚Die verrückte Welt der Ute Bock‚ beantwortete Ute Bock zahlreiche Fragen aus dem Publikum. Ich freue mich, dass ich das Gespräch moderieren durfte, denn – um einen Besucher zu zitieren – ’sie ist beeindruckend, furchtlos, agil, schlagfertig und nicht zuletzt voller Humor.‘

Ute Bock mag es eigentlich gar nicht, so in der Öffentlichkeit zu stehen. Aber: es geht um die Sache und deshalb nimmt sie es dennoch auf sich – auch all das Merchandising rund um ihr Flüchtlingsprojekt. Ute Bock arbeitet bis spät in die Nacht, schläft nur drei bis vier Stunden am Tag. Ihre Arbeit ist großartig, doch sie findet es ganz normal. Ans Aufhören denkt sie keineswegs, denn – ‚wer würde das sonst machen?‘.

Eine Schande für Österreich ist, dass Private – wie Ute Bock – Aufgaben des Staates übernehmen müssen.  Denn: Ute Bock kümmert sich rund um die Uhr um den ‚Verein Flüchtlingsprojekt Ute Bock’ – anfänglich ein kleines Wohnprojekt, das mittlerweile ca. 60 Wohnungen umfasst, in denen mehr als 300 Menschen Unterkunft und Verpflegung erhalten. Zusätzlich hat sie für mehr als 1000 AsylwerberInnen, die keine staatliche Unterstützung erhalten, aber auch nicht arbeiten dürfen, zumindest eine Meldeadresse und juristische Beratung, damit sie ihr Asylverfahren weiterführen können, organisiert.

Ute Bock sagt über ihre Arbeit: „Ich bin Erzieherin und nicht Polizist oder Richter. Meine Aufgabe ist es, jungen Menschen zu einer Ausbildung oder einer Arbeit zu verhelfen und sie zu unterstützen, ein einigermaßen lebenswertes Leben führen zu können. Für mich müsste jeder Mensch dieselben Möglichkeiten und Chancen haben. Ich glaube nicht, dass es klug ist, eine Gruppe von Unzufriedenen und Benachteiligten zu schaffen. Selbst wenn es einmal so sein sollte, dass diese Menschen in ihre Heimat zurückkehren können oder müssen, ist es besser, sie haben hier etwas gelernt, sind hier gut behandelt worden und können das hier Erfahrene in ihre Heimatländer mitnehmen, als sie sind Unzufriedene, die das Gefühl haben, zu kurz gekommen zu sein, sind Alkoholiker, Drogenabhängige und Kriminelle.“

Für ihr Engagement wurde Ute Bock bereits mehrfach ausgezeichnet.

Der Verein Ute Bock erhält nach wie vor keinerlei staatliche Zuwendungen und ist auf Spendengelder und Sponsoren angewiesen. Überwältigend ist die Spendenfreudigkeit der Besucherinnen und Besucher der gestrigen Veranstaltung – wir konnten Ute Bock rund 5.000 Euro überreichen.

Nähere Infos / Bücher, DVDs / Spendenkonto: www.fraubock.at

Fotos: www.marcoprenninger.com

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