Im Welser Herminenhof ist die größte Landesmusikschule Oberösterreichs beheimatet. Geleitet wird sie von einer Frau: Martina Franke. Sie ist unsere erste Gesprächspartnerin in der neuen Reihe „Gesprächsstoff“. Das Interview führte Andrea Bauer.

Foto: Andrea Bauer / Martina Franke unterrichtet seit 1988, erst in Kirchdorf an der Krems, danach folgten Leonstein, Neumarkt Kallham, Thalheim und schließlich Wels. Seit 7. Jänner 2010 – also gleichzeitig mit der Eröffnung der Schule im Herminenhof – leitet sie die Welser Musikschule. Continue reading ‘Die Musikschuldirektorin’


#Aufschrei

07Mai13

über den alltäglichen Sexismus

Zu Beginn des Jahres ging ein #Aufschrei durch die Medienwelt, bei dem die Themen Sexismus und sexuelle Belästigung intensiv diskutiert wurden.

Wie alles begann: Mitte Jänner berichtete die Journalistin Annett Meiritz im Spiegel darüber, wie sie die Frauenfeindlichkeit der Piratenpartei kennengelernt hat. Kurze Zeit später schilderte die Journalistin Laura Himmelreich im stern unter dem Titel „Der Herrenwitz“ ihre Erlebnisse mit dem Politiker Rainer Brüderle zu fortgeschrittener Stunde an einer Hotelbar: Continue reading ‘#Aufschrei’


Statt einer längst überfälligen und konsequenten Verwaltungsreform wollen die Welser Sozialdemokraten auch heuer wieder nur punktuelle Maßnahmen setzen und präsentieren dazu Sparpläne, die vor allem eines sind: blau angehaucht. Da will man – im Einklang mit der FP – bei der Stadtbücherei sparen, obwohl im Jänner noch das Ausleih-Rekordjahr 2011 bejubelt wurde. Sollte nicht gerade in bildungspolitisch visionslosen Zeiten jedwede positive Entwicklung in diesem Bereich gefördert statt gebremst werden? Ebenfalls bedenklich sind die einhelligen Vorschläge von rot und blau, was die Kürzungen im Kulturbereich betrifft. Absurd: Nach dem rot-blauen budgetären „Kuhhandel“ ums Affenhaus im Jahr 2010 will sich die SP ab jetzt nur mehr auf heimische Tiere „konzentrieren“. Die stadteigenen Freizeitbetriebe will man auslagern, damit diese dann selbst über die Tarife bestimmen können und folglich die Eintrittspreise für Frei-, Hallenbad, u.a. eben nicht mehr für alle erschwinglich sein werden. Supersoziale Politik! Zumindest ansatzweise begrüßenswert ist die Evaluierung der Ordnungswache – die man 2009 selbst installierte, um dem Stimmen-Schwund zugunsten der Freiheitlichen vorzubeugen. Aber schon damals führte das Abkupfern blauer Ideen zu keinerlei Erfolg. Die SP sieht zwar jede Menge Sparpotential in den schwarz-blauen Ressorts, vor den eigenen Türen will man jedoch nicht kehren und so fehlen auch jegliche Vorschläge, wie man im laufenden Betrieb – etwa im Sportressort – einsparen könnte, allerdings wird eben dieses Ressort sehr wohl und gut bedacht, wenn es um die Investitionen geht. Und wenn ich dann lese, dass zwar Millionen aus dem Investitionsbudget für den Bau eines Sportzentrums und einer Autobahnabfahrt vorhanden sind, nicht aber für den Aus- und Umbau von Schulen, dann fehlen mir schlicht und einfach die Worte.

Veröffentlicht: Bezirksrundschau Wels – 29.11.2012

Veröffentlicht: OÖNachrichten Wels, Lesermeinung – 19.11.2012


Einen literarischen Kammermusikabend boten Hermann Beil und das Merlin Ensemble Wien mit der faszinierenden Inspirationskette der „Kreutzersonate(n)“. Eröffnet wurde der Abend von Till Alexander Körber (Klavier) und Martin Walch (Violine) mit dem ersten Satz aus Beethovens „Kreutzersonate“ für Klavier und Violine, benannt nach dem Geiger Rodolphe Kreutzer und Grundlage für Lew Tolstois gleichnamige Novelle – ein tödliches Eifersuchtsdrama, ausgelöst durch den Eröffnungssatz. Tolstois Erzählung wiederum inspirierte Leoš Janáček zu seinem erstem Streichquartett „Kreutzersonate“, das in der Klaviertrio-Fassung von Landeskulturpreisträger Till Alexander Körber zu hören war (Cello: Luis Zorita). Körber überzeugte mit seiner Rekonstruktion und Begeisterung am Klavier. Zwischen den Sätzen rezitierte Hermann Beil Tolstoi und beeindruckte mit klarer, feiner Sprache, die dennoch nicht restlos fesseln konnte. Im Finalsatz setzten die Musiker einen fulminanten Abschluss unter den zwar nicht durchgängig stimmigen, aber dennoch feinen Musikabend rund um die Macht der Musik.

Veröffentlicht: OÖNachrichten Kultur – 25.10.2012


Das Hagen Quartett, eines der weltweit führenden Streichquartette, machte am Samstag im Stadttheater Wels beim Round-Table-Konzert seinem Ruf alle Ehre. Trotz mehr als 30jährigen Bestehens ist von Routine nichts zu spüren – ganz im Gegenteil beeindruckten die vier MusikerInnen Veronika (Viola), Clemens (Cello) und Lukas Hagen sowie Rainer Schmidt (beide Violine) durch ihr besonders behutsames und inniges Zusammenspiel. Zu hören waren Beethovens Streichquartette op. 127 und das erste „Rasumowsky“ Quartett (op. 59/1). Besonders einprägsam wirkten ihre Interpretationen durch die scharf herausgearbeiteten Gegensätze – von feinen, zarten Klängen bis hin zu kraftvollen, mitreißenden Momenten. Ein facettenreiches und intensives Hörerlebnis!

Veröffentlicht: OÖNachrichten Kultur – 15.10.2012

 




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